Praktische Tipps für mehr Zeit für dich und 30 einfache Ideen, mit denen du im Familienalltag neue Energie tanken kannst.
Lesedauer: ca. 7 Minuten · Für Mamas mit Kindern von 0–7 Jahren
Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich abends völlig erschöpft aufs Sofa falle und mich frage: „Was habe ich heute eigentlich für mich gemacht?“
Die Antwort lautet oft: Nicht viel.
Stattdessen habe ich Essen gemacht, Wäsche gewaschen, Streit geschlichtet, Termine organisiert, Spielsachen weggeräumt und ungefähr hundert kleine Dinge erledigt, die sonst niemand bemerkt.
Kommt dir das bekannt vor? Dann bist du nicht allein.
Viele Mamas kümmern sich den ganzen Tag um andere Menschen. Um die Kinder, den Partner, den Haushalt, die Arbeit und alles, was sonst noch anfällt. Die eigenen Bedürfnisse landen dabei oft ganz hinten auf der Liste.
Dabei ist eine Mama Auszeit alles andere als Luxus.
Me Time ist kein Selfcare-Hashtag für Instagram. Es ist eine Grundvoraussetzung, damit du als Mama überhaupt da sein kannst. Für deine Kinder, für deinen Partner und für dich selbst.
Regelmäßige Auszeiten machen dich nicht zur schlechten Mama. Sie machen dich zu einer besseren. Wer auf sich schaut, hat mehr zu geben.
In diesem Artikel findest du praktische Tipps für mehr Me Time im Alltag, viele Mama Auszeit Ideen und kleine Möglichkeiten, wie du wieder öfter auftanken kannst.
Inhaltsverzeichnis
Warum Mamas oft vergessen, auf sich selbst zu achten
Mit Kindern rutschen die eigenen Bedürfnisse oft ganz automatisch nach hinten.
Zuerst kommen die Kinder, dann der Partner, der Haushalt, die Arbeit und alles andere. Für Mama bleibt am Ende häufig kaum noch Zeit übrig.
Dazu kommen oft Schuldgefühle. Viele Mamas denken:
- Die Kinder brauchen mich.
- Erst muss ich noch dies oder das erledigen.
- Andere schaffen das doch auch.
Dabei würden wir einer guten Freundin vermutlich sofort zu einer Pause raten, wenn sie völlig erschöpft ist.
Genau deshalb ist eine Mama Auszeit kein Luxus und auch kein Egoismus. Sie hilft dir, neue Energie zu tanken und langfristig ausgeglichener durch den Familienalltag zu gehen.
Warum eine Mama Auszeit so wichtig ist
Ich erinnere mich noch gut an einen Abend vor ein paar Monaten: Felix hat geweint, weil er sein Lieblingsstofftier nicht gefunden hat. Lotta hat lautstark erklärt, dass sie das Abendessen grausig findet. Und ich bin in der Küche gestanden, hab auf die chaotische Küche geschaut und hab nur gedacht: Ich kann einfach nicht mehr.
Nicht weil ich meine Kinder nicht liebe. Sondern weil mein Tank einfach komplett leer gewesen war.
Ich hab an dem Abend beschlossen, das zu ändern. Nicht groß. Nicht perfekt. Aber bewusst.
Und seitdem plan ich mir Auszeiten ein. Genau so wie jeden anderen Termin auch.
Viele Mamas funktionieren über Wochen, Monate oder sogar Jahre im Dauerbetrieb.
Irgendwann wird aus Müdigkeit Erschöpfung. Aus Geduld wird Gereiztheit.
Das bedeutet nicht, dass du deine Kinder weniger liebst. Es bedeutet nur, dass dein Akku leer wird.
Und genau wie dein Handy regelmäßig aufgeladen werden muss, braucht auch dein Körper und dein Kopf Zeit zum Auftanken.
Eine regelmäßige Auszeit für Mama kann helfen:
- Stress abzubauen
- neue Energie zu tanken
- geduldiger zu werden
- besser zu schlafen
- die Stimmung zu verbessern
- wieder mehr Freude am Familienalltag zu haben
Das Beste daran: Du brauchst dafür kein Wellnesshotel und keine drei freien Tage. Oft reichen schon kleine Auszeiten, die regelmäßig stattfinden.
So verschaffst du dir überhaupt Zeit für eine Auszeit
Vielleicht denkst du jetzt: „Klingt super. Aber wann soll ich das bitte machen?“
Genau deshalb lohnt es sich, zuerst nach Zeitfressern im Alltag zu suchen.
Mahlzeiten vorkochen
Wenn du doppelte Portionen kochst oder Gerichte einfrierst, sparst du unter der Woche enorm viel Zeit.
Manchmal reichen schon ein oder zwei vorbereitete Mahlzeiten, um einen stressigen Tag deutlich entspannter zu machen.
Essen bestellen
Nein, du musst nicht jeden Tag frisch kochen. Manchmal ist es völlig okay, Pizza zu bestellen oder Essen liefern zu lassen.
Wenn dir dadurch eine Stunde Stress erspart bleibt, kann das die bessere Entscheidung sein.
Online einkaufen
Wir wohnen am Land. Das bedeutet leider: Kein Lieferdienst für Lebensmittel.
Aber schon Click & Collect spart uns unglaublich viel Zeit. Statt mit den Kindern durch den Supermarkt zu fahren, bestelle ich vieles online und hole die Einkäufe nur noch ab.
Und dabei geht es nicht nur um Lebensmittel.
Viele Dinge lassen sich heute bequem online erledigen:
- Drogerie-Abos für Windeln oder Babynahrung
- Kleidung online bestellen und nur behalten, was passt
- Geschenke direkt nach Hause liefern lassen
- Haushaltsartikel mit wenigen Klicks nachbestellen
Gerade mit kleinen Kindern kann das leicht zwei bis drei Stunden pro Woche sparen.
Aufgaben abgeben
Viele Mamas tragen automatisch alles alleine.
Frag dich bewusst:
- Kann mein Partner etwas übernehmen?
- Können die Kinder altersgerechte Aufgaben erledigen?
- Muss wirklich alles von mir gemacht werden?
Perfektionismus loslassen
Die Wohnung muss nicht aussehen wie auf Pinterest.
Die Wäsche darf auch mal einen Tag länger im Korb liegen.
Und niemand bekommt einen Pokal für perfekt gefaltete Handtücher.
Manchmal ist gut genug völlig ausreichend.
Die Betreuungszeit bewusst nutzen
Wenn du sonst überhaupt keine Zeit für dich findest, kann es helfen, dein Kind ein- oder zweimal pro Woche etwas länger im Kindergarten zu lassen.
Das klingt für manche Mamas zuerst ungewohnt. Aber manchmal ist genau das die bessere Lösung.
Denn was ist besser für dein Kind:
Eine Mama, die eine Stunde früher abholt, dafür aber den ganzen Nachmittag erschöpft und genervt ist? Oder eine Mama, die diese Stunde für sich genutzt hat und den Nachmittag anschließend entspannt und präsent mit ihrem Kind verbringen kann?
So wird deine Mama Auszeit wirklich erholsam
Nicht jede freie Stunde fühlt sich automatisch nach Erholung an.
Deshalb helfen ein paar einfache Regeln.
Den Bindungstank vorher auffüllen
Kinder akzeptieren Trennungen oft leichter, wenn sie vorher intensive Aufmerksamkeit bekommen haben. Eine Pause lässt sich deutlich besser genießen, wenn man nicht noch schluchzende „Mama“-Rufe im Ohr hat.
Spielt gemeinsam ein Spiel, lest ein Buch oder kuschelt zehn Minuten. Diese Zeit zahlt sich wirklich aus.
Gedanken vorher aus dem Kopf aufs Papier bringen
Endlich hast du Zeit für dich und trotzdem kreisen die Gedanken um den Einkauf, den nächsten Termin oder die Wäsche?
Dann schreib vor deiner Auszeit alles auf, was dir gerade im Kopf herumschwirrt.
To-dos, Sorgen oder Ideen.
So sind die Gedanken erst einmal geparkt und du kannst dich während deiner Pause viel leichter auf dich selbst konzentrieren.
Die Auszeit fix einplanen
Wenn deine Pause nur irgendwann stattfinden soll, passiert sie meistens nie.
Trag sie in den Kalender ein. Genau so wie einen Arzttermin oder einen Friseurtermin.
Schuldgefühle loslassen
Viele Mamas haben ein schlechtes Gewissen, sobald sie etwas ohne die Kinder machen.
Versuche dir stattdessen bewusst zu machen: Du machst nichts gegen deine Familie.
Du machst etwas für dich. Und davon profitiert am Ende die ganze Familie.
Handy weglegen
Viele von uns greifen in jeder freien Minute automatisch zum Handy.
Doch stundenlanges Scrollen fühlt sich oft weniger erholsam an, als wir denken.
Versuche zumindest einen Teil deiner Me Time bewusst offline zu verbringen.
Ganz wichtig: Mach dir nicht nur die Pausen schön
Auszeiten sind wichtig.
Aber versuche nicht, nur von Pause zu Pause zu leben. Oft helfen schon kleine schöne Momente mitten im Alltag.
- Hör dein Lieblingslied beim Wäscheaufhängen.
- Lass beim Kochen eine Serie, einen Podcast oder ein Hörbuch laufen.
- Trink deinen Kaffee bewusst aus deiner Lieblingstasse.
- Zünde beim Frühstück eine Kerze an.
Diese kleinen Momente ersetzen keine richtige Mama Auszeit.
Aber sie machen den Alltag oft deutlich schöner.
Mama Auszeit Ideen: Finde, was dir wirklich guttut
Nicht jede Mama entspannt auf die gleiche Weise.
Während die eine beim Joggen den Kopf frei bekommt, möchte die andere am liebsten mit einem Buch auf dem Sofa verschwinden.
Deshalb findest du hier verschiedene Mama Auszeit Ideen. Such dir einfach die aus, die zu dir und deinem Alltag passen.
Bewegung und Natur
- Spaziergang alleine
Mit Podcast, Hörbuch oder einfach in der Stille. Ohne Kinderwagen, ohne Laufrad und ohne Zeitdruck. - Yoga
Ob im Studio oder zuhause mit einer App. Schon 15 Minuten können Wunder wirken. - Schwimmen, Laufen oder Radfahren
Alles, was deinen Kopf frei macht und dir neue Energie gibt. - Wandern
Auch kurze Touren in der Nähe haben oft eine erstaunlich entspannende Wirkung. - Im Park sitzen und nichts tun
Wirklich nichts. Nur schauen, atmen und den Moment genießen. - Waldbaden
Langsam durch den Wald gehen, die Natur wahrnehmen und bewusst entschleunigen.
Kreativität und Hobbys
- Malen, Zeichnen oder Basteln
Etwas mit den Händen zu machen hilft vielen Menschen beim Abschalten. - Stricken, Häkeln, Nähen oder Handlettering
Perfekt, um in einen Flow-Zustand zu kommen. - Malen nach Zahlen
Perfekt zum Abschalten, weil du dich nur auf Farben und Formen konzentrieren musst. - Kochen oder Backen
Nicht weil jemand Kuchen braucht. Sondern weil du Lust darauf hast. - Fotografieren
Einfach losgehen und Motive festhalten, die dir gefallen. - Musik hören oder selbst musizieren
Dreh deine Lieblingsmusik auf oder spiel ein Instrument. - Tagebuch schreiben
Gedanken, Ideen oder Erlebnisse festhalten kann unglaublich befreiend sein. - Ein neues Hobby ausprobieren
Schon lange Lust auf etwas Neues? Jetzt ist die Gelegenheit.
Ruhe und Erholung
- Baden
Mit viel Schaum, Kerzen und einer abgesperrten Tür. - Schlafen
Einfach schlafen. Der Mittagsschlaf wird völlig unterschätzt. - Lesen
Ein echtes Buch, ohne Unterbrechung in eine andere Welt eintauchen. - Puzzle machen
Stück für Stück entsteht ein Bild und der Alltagsstress rückt für eine Weile in den Hintergrund.
(Wichtig: mit einer Puzzlematte* lässt sich das unfertige Puzzle einfach bis zum nächsten Mal aufbewahren. Mach das bevor die Kinder wieder kommen. Glaub mir! Felix hat mal innerhalb von Sekunden die Arbeit von 1,5 Stunden zerstört 🫣) - Massage, Kosmetik oder Friseur
Alles, was sich nach Pflege und Verwöhnen anfühlt. - Meditieren
Oder einfach still dasitzen. Ganz ohne App oder Anleitung. - Wellnessabend zuhause
Gesichtsmaske, Kerze, Kuscheldecke und Ruhe. - Einfach einen Kaffee trinken
Heiß. In Ruhe. Ohne jemandem nebenbei eine Banane schälen zu müssen.
Soziales und Inspiration
- Kaffee mit einer Freundin
Nur ihr zwei. Ohne Kinder und ohne Unterbrechungen. - Kinoabend
Alleine, mit einer Freundin oder gemütlich zuhause auf der Couch. - Museum, Ausstellung oder Konzert
Kultur nur für dich. - Ein neues Café ausprobieren
Kaffee bestellen, Menschen beobachten und nichts müssen. - Weiterbildung oder Workshop
Etwas Neues lernen kann unglaublich inspirierend sein. - Podcast hören
Zu einem Thema, das dich interessiert oder einfach gut unterhält. - Einen Buchladen besuchen
Zwischen Büchern stöbern, ohne Zeitdruck und ohne Einkaufsliste.
Bei mir landen dann zwar trotzdem mindestens 2 Kinderbücher in der Einkaufstasche, aber dafür haben wir gleich Lesestoff für die Quality-Time danach. - Ein Vision Board erstellen
Träume, Ziele und Wünsche sichtbar machen.
Kleine Auszeiten für zuhause
Nicht jede Mama hat die Möglichkeit, mehrere Stunden außer Haus zu verbringen. Zum Glück braucht es das auch nicht.
- Einen Film oder eine Serie schauen
Ganz bewusst. Ohne nebenbei Wäsche zusammenzulegen. - Eine Kerze anzünden und einen Tee trinken
Klingt simpel, wirkt aber oft erstaunlich gut. - Einen gemütlichen Abend auf dem Balkon oder der Terrasse verbringen
Frische Luft, ein Getränk und ein paar ruhige Minuten. - Lieblingsfotos ansehen
Erinnerungen können manchmal genauso gut auftanken wie ein Kurzurlaub. - Einfach nichts tun
Vielleicht die schwierigste, aber oft auch die wertvollste Mama Auszeit überhaupt.
5 Quickies für Mamas mit nur 5 Minuten Zeit
Nicht jeder Tag bietet eine Stunde Me Time.
Manchmal sind nur fünf Minuten drin.
Auch das zählt.
- Tiefe Atemzüge am offenen Fenster. Vier Sekunden ein, vier halten, vier aus. Drei Runden. Funktioniert wirklich.
- Eine Tasse Tee oder Kaffee bewusst genießen. Ohne nebenbei zu scrollen.
- Dein Lieblingslied hören und dabei deine Hände mit einer gut duftenden Creme einschmieren.
- Kurz dehnen und strecken
- Drei Dinge aufschreiben, die heute gut gelaufen sind
FAQ zur Mama Auszeit
Wie oft sollte eine Mama Auszeit machen?
Dafür gibt es keine feste Regel.
Manche Mamas brauchen jeden Tag etwas Zeit für sich. Andere kommen mit einer größeren Auszeit pro Woche gut zurecht.
Wichtig ist, auf die eigenen Signale zu achten. Bist du oft gereizt, erschöpft oder ungeduldig? Dann ist das meist ein Zeichen dafür, dass dein Tank langsam leer wird.
Fix eingeplante Auszeiten helfen, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.
Ist es egoistisch, Zeit ohne die Kinder zu verbringen?
Nein.
Studien deuten darauf hin, dass Mütter, die regelmäßig Me Time in ihren Alltag einbauen, zufriedener sind, weniger unter chronischem Stress leiden und einfühlsamer auf ihre Kinder reagieren.
Was tun gegen Schuldgefühle?
Erinnere dich daran, dass Selbstfürsorge nichts mit Egoismus zu tun hat.
Sie hilft dir dabei, wieder Energie zu tanken und langfristig gelassener durch den Familienalltag zu gehen.
Du kümmerst dich damit nicht nur um dich selbst, sondern auch um deine Familie.
Was, wenn meine Kinder mich ständig brauchen?
Beginne mit kleinen Zeitfenstern.
Schon zehn Minuten können einen Unterschied machen.
Mit der Zeit lernen viele Kinder, dass Mama auch einmal kurz Pause machen darf.
Was ist die beste Mama Auszeit?
Die, die dir persönlich guttut.
Manche Mamas entspannen beim Lesen. Andere beim Sport, beim Basteln oder bei einem Treffen mit Freundinnen.
Fazit: Eine entspannte Mama ist kein Luxus
Viel zu viele Mamas warten auf den perfekten Moment für eine Pause.
Auf den Moment, in dem die Wohnung ordentlich ist. Die Wäsche erledigt. Die Kinder zufrieden. Die To-do-Liste leer.
Die schlechte Nachricht: Dieser Moment kommt meistens nie.
Deshalb warte nicht darauf. Plane dir bewusst Zeit für dich ein. Nicht irgendwann. Nicht wenn alles erledigt ist.
Sondern jetzt!
Denn regelmäßige Auszeiten machen dich nicht zur schlechten Mama. Sie machen dich zu einer besseren.
Wer auf sich schaut, hat mehr zu geben.
Und genau deshalb darfst du dir diese Zeit ohne schlechtes Gewissen nehmen.
PS: Plane heute noch deine nächste Auszeit!
Hat dir dieser Artikel geholfen? Speicher ihn gerne für später (und folge mir gerne) um die nächste Auszeit in vollen Zügen genießen zu können! Oder schick ihn einer Mama, der du etwas Gutes tun willst.
Alles Liebe und bis bald!
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Die Bilder für diesen Blogbeitrag wurden mit KI erstellt und dienen nur zur Illustration.







